Die Schelle – Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 17.02.2020

Protokoll der 7. Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Gau- Heppenheim

am Montag, 17.02.20 im Rathaus
Beginn: 20 Uhr Ende des öffentlichen Teils: 23 Uhr
Teilnehmer: Ortsbürgermeister, 6 Gemeinderäte/innen (2 Gemeinderäte/innen sind nicht anwesend), Gemeindesekretärin
Besucher: 8 Bürger/innen aus Gau- Heppenheim

Protokoll: Gudrun Rascher

1. Vorstellen des Haushaltsplanes 2020 durch den Bürgermeister:

a) Vortrag und Erläuterung der geplanten Unterhaltungsmaßnahmen von 1. Immobilie Schloßgasse 3, 2. Remise, 3. Heimatpflege, 4. Spielplatz, 5. Dorferneuerung, 4. Baumkataster, 5. Friedhof.
b) Vortrag und Erläuterung der Investitionen: 1. Marktplatz, 2. Ausbau Teilstück Friedhofsgasse, und 3. Marktgasse, 4. Stele Friedhof, 5. Pflanztisch.
c) Der Haushalt 2020 weist einen Überschuss auf und ist ausgeglichen.

2. Erschließung des Neubaugebietes „Wiesengarten“/ Vergabe der Straßenbauarbeiten: Diskussion über das Vergabeverfahren.

Die Ausschreibung dazu liegt dem Gemeinderat nicht vor. Der Gemeinderat beschließt mit 2 Enthaltungen die Vergabe der Straßenbauarbeiten an die Firma Knebel, die den Zuschlag nach der Ausschreibung erhalten hatte.

3. EWR- Anpacktag am 13.03.2020:

Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Beteiligung der Gemeinde Gau- Heppenheim an diesem Projekt.

4. „Unser Dorf hat Zukunft“:

Gau- Heppenheim soll an diesem Wettbewerb teilnehmen, allerdings noch nicht am nächsten Termin.

5. Kurze Diskussion über Standortfestlegung und Modellauswahl des Bücherschrankes der evangelischen Kirche.

Es sollen Vorschläge gemacht werden.

6. Es werden zukünftig anstehende Projekte besprochen:

Gestaltung des Urnengrabes, Renovierung und Aufräumen der Remise, Bestuhlung der Dornweide, Renovierung des Daches der Friedhofskapelle.

7. Eine einheitliche Bepflanzung der Baumscheiben „am Weiher“ und „Raiffeisenstraße“

ist gewünscht nach dem „Staudenkonzept“ siehe Marktplatz. Es werden verschiedene Fragen besprochen: Wie kann der Rückbau erfolgen? Wie sind die Anlieger einzubeziehen? Wie hoch sind die Kosten? Wann soll die Bepflanzung erfolgen?
Der Gemeinderat beschließt die Aktion zu vertagen. Thorsten Becker kümmert sich zunächst um eine Kontrolle des Zustandes der Randsteine.

8. Anfragen zum Marktplatz wurden von Bürgern gestellt

zu a) Gestaltung des Platzes und b) Offenlegung der Finanzierung. 2 Anträge werden vorgelesen.
Der Bürgermeister gibt Erklärungen bezüglich Wasserfläche, Gänse und Parksituation auf dem Marktplatz.
Die Fragen zur Finanzierung können z. Z. nicht beantwortet werden.

9. Vor der Bebauung des Neubaugebietes „Wiesengarten“

muss eine Untersuchung durchgeführt werden um eine Kontaminierung des Bodens durch Kampfmittel aus dem Krieg auszuschließen. Der Bürgermeister informiert hierzu und legt das Angebot zur Kampfmittelvorerkundung durch die Firma KMO vor und bittet um Abstimmung. Die Vergabe der Arbeiten an die Firma KMO wird mit 1 Enthaltung beschlossen.

10. Mitteilungen zu folgende Veranstaltungen:

Radwege/Tagung in der VG am 18.02.10 um 19 Uhr,

ehrenamtliche Bürgerprojekte/ Antragstellung bis 31.02.20, öffentliches Vergabeverfahren/ Information zu Seminaren für Gemeinderäte,

Außenortsbegrünung/Vortrag 18.03.20, 19 Uhr,

Weltgebetstag/ 06.03.20, 18 Uhr in Framersheim,

Dreck-Weg-Tag in Gau- Heppenheim/ 07.03.20.

Die Schelle -Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 20.01.2020

Im Amtsblatt war zur Sitzung eingeladen worden; neben dem Berichterstatter fand sich ein Gemeindemitglied ein, sowie Frau Sabrina Häußer aus Eppelsheim, die sich als die Kandidatin der SPD für die anstehende Wahl zum Amt des VG-Bürgermeisters vorstellte. (Mittlerweile sind die Kandidaten in der Allgemeinen Zeitung zu Wort gekommen).

Zum TOP 1, Einwohnerfragestunde, war nichts zu vermelden.

TOP 2 Flächennutzungsplan der VG

Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans der VG zur Siedlungsentwicklung, Entwurf des Landschaftsplans betr. Gau-Heppenheim, umfasst ca. 40 Seiten. Kenntnis wurde vorausgesetzt.
Für alle Interessierten im Netz zu finden unter:

https://alzey-land.gremien.info/sitzungen_top.php?sid=ni_2020-OG15RAT-12&suchbegriffe=Fl%E4chennutzungsplan&select_koerperschaft=&select_gremium=&datum_von=2017-08-21&datum_bis=2020-12-14&entry=15&sort=&kriterium=si

Die Beratung ergab keine Anregungen; bei 2 Enthaltungen wurde dem Entwurf mit 6 Stimmen zugestimmt.

TOP 3 Neubaugebiet Wiesengarten.

Vergabe der Grenzanzeige für die Straßen und Wege – Fa. Strohmenger war der einzige Anbieter. Bei ca. 2500 € erfolgte einstimmiger Zuschlag.

Information: Im Bauausschuss war eine neue Flurparzelle speziell für 3 PKW-Parkplätze herausgezeichnet worden.

TOP 4 Baumpflegemaßnahmen

Dieser Tagesordnungspunkt brauchte eingehendere Diskussionen. Die Baumkontrolle ist abgeschlossen. Bei einem Baum am Sportplatz und zweien am Spielplatz besteht dringlicher Bedarf. Für den Zeitpunkt wird ein Sonderantrag gestellt. 102 Maßnahmen sind gelistet bei Bäumen in der Flur, davon 29 Einzelbäume und 22 in „waldartigen Beständen“. In Details herrscht Unklarheit. Die Kosten werden sich nach dem Aufwand richten. Die VG-Verwaltung wird den günstigsten Anbieter für die Bearbeitungsaufnahme und die Durchführung benennen. Zurzeit liegen von Seiten der VG keine Zahlen vor. Heide Schöfer-Paeseler fragt nach Finanzierung per Haushaltsplan.

Die Arbeiten im Außenbereich werden durch den „Windkraft-Topf“ bezahlt, der zurzeit noch im Verwaltungsgang ist. Heide Schöfer-Paeseler berichtet vom offiziellen Rundgang heute, am 20.01. Es gibt einige abgestorbene Bäume innerorts. Andreas Schneider weist auf die Haftung der Ortsgemeinde hin. Die Ortsverwaltung soll bei der VG die offenen Fragen klären.

Friederike Roll schlägt vor, die betroffenen Bäume in der Ortslage zügig zu behandeln und den Außenbereich zu vertagen. Ortsbürgermeister Moritz stellt den Antrag, 1. Fällungen nach Dringlichkeitsstufe 2 zügig vorzunehmen und 2. die nötigen Arbeiten im Außenbereich, auch wegen der Planung der Außenortsbegrünung, zurückzustellen. Die Zustimmung des Gemeinderats ist einstimmig.

TOP 5 Baumkontrolle

Ortsbürgermeister informiert über die Ergebnisse der Baumkontrolle an der Winterlinde bei Sankt Urban (gegenüber Brunetti). Die Begutachtung war von ihm beauftragt und fand vor den Herbststürmen statt. Der Wurzelraum war mit 30% veranschlagt, was keinen Grund für eine Fällung ergab. Die Diskussion ergibt ein eindeutiges Meinungsbild: keine Fällung, ein Kronen-Schnitt soll durchgeführt werden. Heide Schöfer-Paeseler beantragt in der Nachfolge der Information und Diskussion einen Gemeinderatsbeschluss gegen die Fällung. Diesen fasst der Rat einstimmig.

TOP 6 Neugestaltung der Homepage

Die Diskussion erfolgte auch im Hinblick auf die Selbstdarstellung zum Verbandsgemeinde-Weinfest. Die Feinheiten haben sich dem Berichterstatter nicht erschlossen; die Diskussion wurde offensichtlich kenntnisreich und abwägend geführt.
Die sogenannte „Dorf-APP“ die das Fraunhofer-Institut, Universität Kaiserslautern, entwickelt und der sich möglichst alle Gemeinden der VG einmal anschließen mögen, steht noch nicht zufriedenstellend zur Verfügung. Der Ortsbürgermeister erfragt bei der Bürgermeisterdienst-besprechung am 3.2. weitere Informationen.

Antrag und Beschluß: Die Ortsgemeinde steigt aus dem bestehenden Vertag aus und wechselt zur Alzeyer Fa. Minkenberg & Folten. Ergebnis: einstimmig angenommen.

TOP 7 Mitteilungen und Anfragen

7.1. Ortsbürgermeister und Heide Schöfer-Paeseler weisen auf „Unser Dorf hat Zukunft!“ für 2020/21 hin. Anmeldung ist jedes Jahr Frühlingsanfang 20.3. Die Teilnahme ist vorteilhaft wegen Kontakten und Informationen bei Rundgängen, auch möglicher Zuschüsse. → Top der Gemeinderatssitzung 17.2.

7.2. Wahl zum Amt des VG-Bürgermeisters am 15.3. 2020. Bestellung des Wahlvorstands Ortsgemeinde Gau-Heppenheim 8-18 Uhr, Gemeindebüro. Ortsbürgermeister und Gemeinderat sind eingesetzt; Schriftführerin Melanie Moritz.

7.3. Einreichung einer Maßnahme innerorts zur (Co-)Finanzierung durch den Investitionsstock des Landes/ Beantragung über die VG. Termin 30.8. Eine Maßnahme pro Jahr und Ortsge-meinde. Verweis an den Bauausschuss zur Beratung. Die wiederkehrenden Beiträge zum Straßenausbau sollen in etwa beibehalten werden.

7.4. „Anpacktag“, ein Angebot der Hilfe durch EWR ohne feststehendes Datum zur Erledigung eines Projektes im Ort; zum Beispiel KiGa-Turm: der Gemeinderat möge beraten und beschließen.

7.5. Die beauftragte Fa. Weibhauser, Alzey, drängt auf zügige Arbeiten an den Geräten des Spielplatzes. Diskussion des Eigenanteils der Ortsgemeinde, bzw. wer kann wann was mit welchem Gerät, muss kurzfristig entschieden werden. Ortsbürgermeister ruft Weibhauser an,
Ziel: Anfang Februar.

7.6. Ortsbürgermeister und erster Beigeordneter werden mit Gemeindearbeiter Planung und Arbeitsweise absprechen: was, wann, wo.

7.7. Angebot des evang. Kirchenvorstandes: öffentlicher/offener Bücherschrank, Anschaffung.
Beratung und übergreifende Planung/Aufstellung ist nötig. Ziel: Kerb.

7.8. Friedhof: Anschaffung Sitzgruppe/Bank offen. Unterbaumbepflanzung innerorts: Heide Schöfer-Paeseler weist auf deren Kosten am freien Platz hin: 45,- € pro Quadratmeter. Sie schlägt Verschiebung auf 2020/21 vor; Sie informiert sich weiter für die GR-Sitzung im Februar.

7.9. Die kath. Kirchengemeinde hat die Bepflanzungskosten um Sankt Urban als Spende übernommen. Die Rechnungen liegen vor. Termin der nächsten Gemeinderatssitzung 17.2. (wie immer am 3. Montag des Monats).

Ende des öffentlichen Teils der Sitzung. Die Gäste gehen. Für die Ergebnisse des nicht-öffentlichen Teils siehe Veröffentlichung der VG.

Ehrhard Hütz

Vierter Gau-Heppenheimer Dreck-Weg-Tag

Am Wegesrand haben leere Flaschen, alte CDs, Zigarettenkippen und Plastikbecher nichts zu suchen
Eigentlich ist es traurig, dass auch nach über einem Jahr Fridays for Future und einer gesteigerten Aufmerksamkeit für die Umwelt immer noch „Dreck-Weg-Tage“ notwendig sind.

Und dass sie notwendig sind, beweist die Menge des Mülls, die am 7. März zusammen kam.
Ungefähr 20 große Müllsäcke haben wir auf den Seitenstreifen neben den Hauptstraßen eingesam-melt. Die Kindergruppe, die den Weinwanderweg entlang unterwegs war, konnte eine Fahrt mit dem Traktor genießen, hatte aber auch einiges an Zigarettenpackungen, Kippen, Flaschen, nicht verrottbare Feuchttüchern, Rebschutzhüllen (ganz und in Teilen), Plastikfolienstückchen und Bonbonpapieren einzusammeln.

Die ganz großen Müllsünden (Tiefkühltruhe, ganze Fässer, Zaunteile, etc.) haben wir in den letzten Jahren erfolgreich beseitigt und die Aufrufe, dass man den Müll genauso einfach in Framersheim bei der Deponie abgeben kann, wie man ihn in die Gegend schmeißen kann, sind wohl, zumindest bei uns Gau-Heppenheimern, inzwischen angekommen. Allerdings sind eben auch die kleinen Dinge wie Ziga-rettenkippen und Plastikteile für die Umwelt problematisch.

Weggeworfenes Plastik wird zwar mit der Zeit durch die verschiedenen Witterungseinflüsse immer kleiner, ganz weg ist es aber nie. Die kleinen Plastikteilchen sammeln sich im Boden an oder werden von Tieren gefressen und an ihre Jungen verfüttert. Als Mikroplastik kann ein Teil des Plastiks über den Boden oder über die Tiere dann auch in unsere Lebensmittel gelangen.
Mindestens genauso gefährlich und ebenso einfach zu verhindern, ist die Verschmutzung durch weg-geworfene Zigarettenkippen. Insgesamt enthalten diese laut World Health Organisation bis zu 7.000 verschiedene Chemikalien, unter anderem natürlich Nikotin. Viele der Chemikalien sind giftig für die Umwelt, mindestens 50 davon vermutlich krebserregend.… Nikotin hat eine direkte Wirkung – es ist ein Nervengift. Je mehr Kippen in der Natur landen, desto mehr Nikotin wird ausgewaschen und in Stadtgewässer, Seen oder Flüsse weitergeleitet.

Im Hausmüll sind die meisten Abfälle dagegen komplett ungefährlich. Daher ist die Lösung ganz ein-fach:

Leute, schmeißt Euren Müll in die bereitgestellten Mülleimer oder nehmt ihn mit nach Hause!

Friederike Roll

Die Schelle – Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 16.12.2019

Zu seiner letzten Sitzung im Jahr 2020 trat der Gemeinderat mit sieben von neun Mitgliedern zusammen.

Aktiv-Vertreterin Heide Schöfer-Paeseler bemängelte, dass das Protokoll der Sitzung vom 19.11.2019 erst am 16.12. um 15:00 Uhr veröffentlicht wurde, für die meisten Ratsmitglieder zu kurzfristig, um es vor der heutigen Sitzung zu prüfen. Ortsbürgermeister Moritz musste zugeben, dass das Protokoll von der Gemeindeverwaltung zwar frühzeitig an die VG geschickt wurde, die zur Veröffentlichung dann aber benötigten Unterschriften wegen der vorweihnachtlichen Arbeitsbelastung zu spät erfolgten.
Aktiv-Ratsmitglied Friederike Roll erbat eine Änderung der Ausführungen im letzten Protokoll zu dem Thema ZukunftsDorf, da die Ausführungen zur Moderation unglücklich formuliert seien und die DorfApp für alle Gemeinden der VG zur Verfügung gestellt wird. Sie wird einen Änderungsvorschlag machen.
Da in der Tagesordnung die Bekanntgabe der im nicht öffentlichen Teil gefassten Beschlüsse (zum wiederholten Male) fehlte, wurde dieser neue Tagesordnungspunkt auf Antrag von Ortsbürgermeister Moritz einstimmig mit aufgenommen.

Nun konnte Dorfplanerin Nathalie Franze den Entwurf des Dorfentwicklungskonzepts vorstellen. Er enthält einen Maßnahmenplan für die nächsten ca. 10 Jahre, so unter anderem Mehrgenerationenplatz, Radwegeanbindung und DorfApp samt Kosten, Angaben zur Trägerschaft, Fördermöglichkeiten und Priorisierung. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, das Konzept der Kreisverwaltung zur Genehmigung und dem Land zur Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm vorzulegen.

Daraufhin teilte Ortsbürgermeister Moritz mit, dass die Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet Wiesengarten sich in die Kanalbauarbeiten sowie in Straßen- und Leitungsarbeiten gliedern. Um das wirtschaftlich günstigste Angebot zu erhalten, soll die Vergabe zusammen mit dem Zweckverband Abwasserentsorgung Rheinhessen erfolgen. Firmen in der Submission müssen sowohl Kanal- als auch Straßen- und Leitungsarbeiten anbieten, die Vergabe erfolgt aber getrennt. Der Gemeinderat stimmt der Beschlussvorlage mit 6 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung zu.
Im Gemeinderat wurde die Forderung gestellt, die Ausschreibung vor Veröffentlichung nochmals kontrollieren zu können. Dem Verfasser dieses Berichts ist aber aufgefallen, dass in der Beschlussvorlage gesagt wird: „Die Ausschreibung der Tiefbauarbeiten zum Neubaugebiet „Wiesengarten“ ist soweit abgeschlossen.“ Angesichts des weiteren Textes ist anzunehmen, dass damit gemeint ist, dass die Ausschreibungsunterlagen fertig vorbereitet sind. Sollte die Submission aber bereits begonnen haben, wäre die Beschlussvorlage für den Gemeinderat eine Farce, die Verwaltung hätte nichts aus den schlechten Erfahrungen bei der Straßensanierung Marktplatz gelernt und der Gemeinderat hätte keine Möglichkeit einer Kontrolle des Ausschreibungspakets.

Im dritten Tagesordnungspunkt erläutert Ortsbürgermeister Moritz das Angebot der Firma Weibhauser zur Umgestaltung des Spielplatzes über 9200 € netto einschließlich Rückbau. Allerdings könnten durch Eigenhilfe einige Ausgaben gespart werden. Das Angebot Weibhauser enthält nicht die Spielgeräte, die nochmals ca. 10.000 € kosten werden.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, der Fa. Weibhauser ohne Ausschreibung den Auftrag zu erteilen.
Ratsmitglied Friederike Roll schlug für die Eigenleistungen einen „Spielplatz-Aufräum-Tag“ vor.

Für die Anschaffung einer Schließanlage liegen drei Angebote zwischen 3115 € und 4784 € vor. Die Angebote sind aber wegen des unterschiedlichen Angebotsumfangs nicht direkt vergleichbar. Da das teuerste Angebot der Firma Zinnkann sowohl die günstigsten Erweiterungen als auch als einziges eine dauerhafte Reservierung des Profils enthält, entschied sich der Gemeinderat einstimmig hierfür.

Zum Abschluss teilte Ortsbürgermeister Moritz mit, dass die VG für die Außerortsbegrünung in Gau-Heppenheim über 100.000 € genehmigt hat, Zahlungen für die Windparks Kloppberg und Framersheim in Höhe von 17.800 € für 2019 zu erwarten sind und dass am 6.1.2020 ein Gespräch zur Umstellung der Internetseite der Gemeinde stattfindet. Ratsmitglied Friederike Roll gab zu bedanken, ob die Umstellung der Internetseite nicht mit Einführung der DorfApp verbunden werden könnte.
Nach der nicht öffentlichen Sitzung wurde mitgeteilt, dass ein Bauantrag genehmigt und einem Gestattungsvertrag zugestimmt wurde.
Gerhard Paeseler

25 Jahre Liturgisches Konzert zur Kirchweih in Gau-Heppenheim

Vor 25 Jahren organisierte Ehrhard Hütz , bekennender Rheinhesse, mit dem Mainzer Kantor Wolfgang Betz das erste Liturgische Konzert zur Kirchweih. Seitdem musiziert Betz mit wechselnden musikalischen Partners jedes Jahr zur Kerb in einer der beiden Gau-Heppenheimer Kirchen.

Kantor Wolfgang Betz (Orgel) und Michael Klimo (Trompete) beim Konzert 2018

Das diesjährige Konzert findet am Samstag, den 24.08., um 17:00 Uhr, in der katholischen Kirche St. Urban in Gau-Heppenheim statt. Es steht unter der Überschrift: “Feingeistlich-weltliches Konzert zur Kirchweih mit Wolfgang Betz”. 

20 Jahre jung!!

Gau-Heppenheim Aktiv e. V. feierte seinen 20. Geburtstag bei herrlichem Wetter und bester Stimmung. Etwa 45 Gau-Heppenheimerinnen und Gau-Heppenheimer fanden den Weg in den Hof des ehemaligen landwirtschaftlichen Gehöfts der Familie Rascher. Darunter waren auch die Gründungsmitglieder Germaine und Ehrhard Hütz sowie Martina und Charly Rohr. Nach einem Glas Sekt zu Begrüßung hieß die Vorsitzende Heide Schöfer-Paeseler alle Gäste willkommen und lud zu Kaffee und Kuchen ein. Eine Diashow und die Sammlung aller erschienen Blättchen konnten in der wunderbar restaurierten Kuhkapelle angeschaut werden. Jung und Alt hatten die Chance Tischfußball, Tischtennis und Murmel auf einer Klickerbahn zu spielen. Nach einem kurzen Rückblick der Vorsitzenden auf die Aktivitäten des Vereins malte Ehrhard Hütz mit trockenem Dornfelder zwei seiner Oenorelle. Doch Wein hatte nicht nur der Künstler, Weine vom Gustavshof standen allen Gästen zur Verfügung, dazu gab es Blätterteig-, Mürbeteig- und Käsegebäck. Viele Gäste nutzen den gemütlichen Nachmittag und blieben bis zum Abend im schattigen Innenhof. Ein rundherum gelungenes Fest!

Arbeitseinsatz auf dem Marktplatz

Gleich sechs Mitglieder von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. beteiligten sich am Samstag, den 30. März 2019, auf dem Marktplatz an der Vorbereitung der Beete für die Bepflanzung.

Auf den Fotos können Sie erkennen: Norbert Weidner, Andreas Schneider, Friederike Roll, Andreas Roll und Heide Schöfer-Paeseler. Außerdem war Gerhard Paeseler aktiv, der auch die Fotos gemacht hat.

Gau-Heppenheim Aktiv e. V. – Rückblick 2014 bis 2019 und Vorausschau

In vielen langen Sitzungen hatten sich die Mitglieder von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. vor der Kommunalwahl 2014 Gedanken gemacht, welche neue Impulse sie im Gemeinderat geben könnten. Daraufhin wurde ein Wahlprogramm verabschiedet, das Gau-Heppenheim bürgerfreundlicher, jugendfreundlicher und lebenswerter machen sollte. Das Wahlergebnis gab uns Recht, denn „aus dem Stand“ erreichten wir 30,6% der Stimmen.

Wie in der Halbzeitbilanz im Blättche Nr. 26 berichtet, hatten wir schon damals, im Februar 2017, deutlich mehr als die Hälfte unserer Ziele erreicht oder deren Umsetzung nachhaltig angestoßen.

Heute, im ersten Quartal des Wahljahres 2019, können wir feststellen, dass wir, wie auch unsere Gemeinderatskolleginnen und –kollegen der Wählergruppe Matthäi, viel gelernt haben, ja lernen mussten. Wie steht es samstags immer auf der zweiten Seite in der Allgemeinen Zeitung: (Fast) Alles hängt mit (fast) allem zusammen.

Aktiv im RAT

Dorfmoderation

Als ein oft unterschätztes, aber übergeordnetes Thema hat sich die Dorfmoderation mit dem daraus abzuleitenden Dorfentwicklungsplan herauskristallisiert.

Unser Ratsmitglied Gerhard Paeseler hat dafür gesorgt, dass Gau-Heppenheim sich rechtzeitig und erfolgreich um Fördermittel bewarb, die Dorfmoderation begann und die Dorfmoderatorin auch den Zuschlag für die Erstellung des Dorfentwicklungsplans bekam.

Was ist die Idee und das Ziel hinter Dorfmoderation und Dorf-entwicklungskonzept?

Alle Bürger sollen Gelegenheit erhalten, in der Dorfmoderation kund zu tun, was sie in Gau-Heppenheim fortentwickelt, verbessert oder neu eingeführt sehen möchten.

Unsere Ziele von 2014: mehr Bürgerbeteiligung, bessere Zusammenarbeit der Vereine, Organisationen und Bürger, mehr kulturelle Angebote, Weintourismus fördern, Angebote für Jugendliche und Kinder, Dorfmoderation zur Gestaltung des Ortes, Reduzierung Leerstand sind ganz oder teilweise in Dorfmoderation und Dorfentwicklungsplan enthalten.

Möglichst viele gemeinschaftlich erarbeitete Ziele in den Dorfentwicklungsplan aufzunehmen, das wird ein wichtiges Ziel sein, das Gau-Heppenheim Aktiv e. V. auch in der nächsten Wahlperiode im Gemeinderat verfolgen möchte. Wir würden uns wünschen, dass noch viel mehr Gau-Heppenheimer Bürger an den Veranstaltungen der Dorfmoderation teilnehmen. Je breiter die Bürgerbeteiligung ist, umso vielfältiger werden die Ziele sein, umso attraktiver kann Gau-Heppenheim werden.

Der Freie Platz

Eigentlich begann das Projekt „Freier Platz“ ganz in unserem Sinne. Zum einen hatten wir seit Jahren dafür gekämpft, unseren Ortsmittelpunkt schöner zu gestalten (Siehe Blättchen Nr. 9, Mai 2007). Zum anderen hatten wir unsere Forderungen durch-gesetzt, eine Bürgerversammlung zu diesem Thema durchzu-führen. Dabei wurde diskutiert, ob der Freie Platz überhaupt umgestaltet werden solle (Information). Darüber hinaus er-reichten wir einen erweiterten Bauausschuss für die Planung des Platzes (Beteiligung) und eine weitere Bürgerversammlung, in der der aktuelle Stand der Planung den Gau-Heppenheimer Bürgern vorgestellt wurde.

Dann ging aber eine ganze Menge Zeit ins Land (September 2016 – Bürgerversammlung mit Planvorstellung – bis Januar 2018- Ausschreibung durch die VG bzw. Mai 2018 – Baustellenbeginn) und das eigentliche Drama begann.

Der gesamte Gemeinderat wurde davon überrascht, wie die Ausschreibung der Verbandsgemeindeverwaltung abgelaufen ist, in die die Informationen des beauftragten Ingenieurbüros einflossen. Im Vertrauen auf die Sachkompetenz des beauftragten Ingenieurbüros und der Verbandsgemeindeverwaltung haben wir uns auf die Fachleute verlassen und alle den Fehler gemacht, uns die Ausschreibung nicht detailliert erläutern zu lassen. Dann wäre uns manche Überraschung erspart geblieben. 

Gau-Heppenheim Aktiv e. V. wird künftig die detaillierte Vorstellung anstehender Ausschreibungen im Gemeinderat einfordern und bei sehr viel mehr Details genauer nachfragen.

Auf die Empfehlung von VG-Verwaltung und Ingenieurbüro hin entschied sich der Gemeinderat im Herbst 2017 die Baumaßnahme erst im ersten Quartal 2018 ausschreiben zu lassen. Uns wurde gesagt, damit hätten wir eine gute Chance, günstigere Preise zu bekommen.

Da kann man nur sagen: Denkste!

Zwei Firmen haben sich dann für die Bauausführung beworben, bei beiden lagen die Kosten um 30% höher als im Kostenplan, den das Ingenieurbüro im Sommer 2016 vorgelegt hatte. Die Verbandsgemeindeverwaltung hat der Ortsgemeinde mitgeteilt, dass eine Rücknahme der Ausschreibung eigentlich unmöglich sei, auf jeden Fall aber hohe Schadensersatzforderungen nach sich ziehen würde. Der wegen Fristablauf entstandene Zeitdruck hat verhindert, dass die von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. aufgebrachten Fragen diskutiert werden konnten, der Auftrag wurde also vergeben.

In der Folge konnte der Gemeinderat, insbesondere die Gemein-deverwaltung, sich nicht dazu durchringen, einen von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. vorgelegten Fragenkatalog an die VG-Verwaltung und das Ingenieurbüro weiter zu leiten. Also haben die vier Ratsmitglieder von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. alleine in einem Termin bei Verbandsbürgermeister Unger ihre Kritik an der Vorgehensweise vorgetragen.

Aus unserer Sicht wurde nur standardmäßig, so z. B. ohne Deckelung der Kostensteigerungen gegenüber dem Plan des Ingenieurbüros, ausgeschrieben. Dem Ingenieurbüro ist es nicht eingefallen, den Kostenplan aus dem Jahr 2016 für das erste Quartal 2018 nochmals zu prüfen, anzupassen und dem Gemeinderat vor der Ausschreibung nochmals vorzulegen. Und die Prüfung der Risiken einer Rücknahme der Ausschreibung scheint bei der Verbandsgemeindeverwaltung mit allergrößter Scheu vor Risiko erfolgt zu sein – es gibt in Deutschland nämlich Beispiele, wo in Angeboten Kostensteigerungen von 30% gegenüber Plan von höchsten Gerichten als nicht hinnehmbar beurteilt wurden.

Zum Zeitpunkt des Gesprächs unserer Ratsmitglieder mit Bürgermeister Unger hatten die Bauarbeiten bereits begonnen. Eine Änderung wäre ohne weitere Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen nicht möglich gewesen. Deshalb haben wir „nur“ unsere Kritik an der Vorgehensweise bei Ausschreibung, Bewertung der Angebote und Beratung der Ortsgemeinde durch die VG-Verwaltung vorgetragen. Allerdings haben wir angekündigt, künftig bei sehr viel mehr Details sehr viel genauer nachzufragen.

Wie haben Verständnis für die Situation der Gemeindeverwaltung, denn sie hängt in den meisten Fragen am Tropf und am Wohlwollen der VG-Verwaltung. Wir haben ebenso Verständnis für die Erwägungen der Ratsmitglieder der Wählergruppe Matthäi, die befürchtete, dass geschlossene, scharfe Kritik auf die Gemeinde zurückfällt. Deshalb haben wir in diesem Fall tatsächlich die Rolle einer Opposition übernommen und werden zukünftig in gleich gelagerten oder ähnlichen Fällen entschieden auf vorzeitige und umfassende Information dringen.

Jetzt hätten die Baumaßnahmen eigentlich zügig durchgeführt und plangemäß abgeschlossen werden können. Der Teufel ist aber das Eichhörnchen, das zuweilen in den Bäumen an der katholischen Kirche zu sehen ist: es kam nämlich zu weiteren, erheblichen Verzögerungen.

Erst einmal hatte das Ingenieurbüro dem Gemeinderat auf jeweils einer Palette verschiedene Pflasterbemusterungen vorgestellt. Der hatte im Februar 2018 zwei Alternativen ausgewählt und die Erstellung einer Fotomontage beider Varianten für den Marktplatz erbeten. Die kam nicht, weil, wie uns später gesagt wurde, das Büro nicht über die notwendige Technik verfügt. Eingesprungen für eine von uns favorisierte Version ist dann das Büro unserer Dorfmoderatorin.

Die nächste Überraschung war die Nachricht, dass das Ingenieurbüro die Bemusterung zwar für die Farbe, nicht aber für die ausgelegten Muster mit unterschiedlich großen Steinen vorgenommen hatte. Warum lagen die verschiedenen Formate dann im Verbund zur Ansicht?

Und nicht zuletzt kam es zu Diskussionen, weil die beauftragte Firma eigentlich mit einem anderen Pflasterhersteller zusammenarbeitet.

Parallel dazu begannen die Arbeiten, die sich zunächst, bis auf die kurzzeitige Rückverwandlung des Marktplatzes in eine Weed, gut anließen. Zunächst – bis die Pflasterarbeiten begannen. Das Subunternehmen, das von der Vertragsfirma der Gemeinde eingesetzt wurde, hat eigentlich einen guten Ruf. Hier in Gau-Heppenheim wurde aber so gearbeitet, dass in einem Schlichtungsgespräch Ende November 2018 der zuständige Bauingenieur unserer Vertragsfirma zugeben musste, dass die eingesetzten Pflasterer ihr Handwerk nicht verstünden. Es traten technische und handwerkliche Fehler auf, die die Gemeinde nicht hingenommen hat. Mit Hilfe des von der Gemeinde hinzugezogenen Gutachters scheint eine Lösung gefunden worden zu sein, die eine ordentliche Ausführung der damals noch ausstehenden Arbeiten sicher stellte und für die Marktgasse, die nicht abgenommen wurde, eine zusätzliche Absicherung der finanziellen Folgen von Schäden vorsieht. Letztlich wurde auch das Pflaster, das von der katholischen Kirche aufwärts verlegt war, wieder herausgenommen: es war das falsche und entsprach nicht der Ausschreibung.

Welche Konsequenzen wird Gau-Heppenheim Aktiv e. V. mit seinen Räten daraus ziehen? Zunächst einmal haben wir uns schriftlich geben lassen, wer mit wem in einem Vertragsverhältnis steht und wer die eigentliche Bauaufsicht hat. Das Überwachen der Ausführung ist eindeutig Sache des beauftragten Ingenieurbüros, das von den Räten von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. bereits im zweiten Quartal 2018 heftig kritisiert wurde. Gau-Heppenheim Aktiv e. V. wird sich dafür einsetzen, dass für künftige Maßnahmen die Pflichten der Bauaufsicht im Detail festgelegt und gegebenenfalls mit Konventionalstrafe versehen werden.

Mit Genugtuung können wir darauf hinweisen, dass Friederike Roll, Heide Schöfer-Paeseler und Gerhard Paeseler als Mitglieder von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. von der Gemeindeverwaltung zunehmend eingebunden wurden,  bei den Baumaßnahmen technische und handwerkliche Exaktheit einzufordern und den entstehenden neuen Marktplatz mit passenden Pflanzen, Bänken, Pollern und zu versehen. Der seit der zweiten
Jahreshälfte für den Ausbau zuständige erste Beigeordnete, der – wie allerdings auch Friederike Roll – berufstätig ist, hat zur Entlastung um diese Unterstützung gebeten, die wir gerne geleistet haben.

Das Baugebiet „Am Wiesengarten“

Nächster großer Themenpunkt war die Ausweisung des Baugebietes „Wiesengarten“. Uns neu gewählten Räten von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. war 2014 die Brisanz des Erbes, das wir vom Vorgängergemeinderat mit übernommen hatten, nicht in vollem Umfang bewusst. So folgten wir zu Anfang auch der Empfehlung der Gemeindeverwaltung, zusätzliche Bauplätze in einem Rutschgebiet mit einzubeziehen. Wir glaubten, mit einer gutachterlichen Stellungnahme und verpflichtender Aufnahme entsprechender Hinweise und Pflichten in die Verträge habe die
Gemeindeverwaltung, die durch die Verbandsgemeindeverwaltung beraten wurde, Alles getan, um die Ausweisung des Baugebietes rasch zu erreichen.

Dann aber schalteten sich Anwälte von Grundstückseigentümern ein, um noch mehr zu vermietenden Wohnraum ausweisen zu können. Deren Wünsche schrieb die VG-Verwaltung in vorauseilendem Gehorsam zusätzlich in den im Dezember 2016 vom Gemeinderat zur Offenlage verabschiedeten Entwurf des Bebauungsplans hinein.
Der Vertreter der VG und der Planer mussten vom Rat im März 2017 wieder „nach Hause“ geschickt, weil sie über drei Monate hinweg den Auftrag zur Offenlegung nicht ausgeführt und stattdessen individuelle Wünsche von Grundstücksbesitzern in den Entwurf eingearbeitet hatten. Das mussten sie dann rückgängig machen, die drei Monate waren aber verloren.

Was anschließend folgte, war schlechtes Handwerk bei der Verbandsgemeindeverwaltung, denn die versäumte Offenlegung eines Gutachtens brachte wiederum eine Verzögerung mit sich.

Entsprechend deutlich und kritisch hat Gau-Heppenheim Aktiv e. V. sich in den Ratssitzungen geäußert. Nach dem letzten Lapsus mit der versäumten Offenlegung des Gutachtens schien die Planung endlich korrekt zu verlaufen. Gemeindeverwaltung, Gemeinderat, und damit auch die Räte von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. begrüßten, dass der Bebauungsplan Anfang 2019, also nach Ablauf von nicht einmal einer Wahlperiode, rechtskräftig war.

Doch das oben erwähnte Eichhörnchen scheint auch im Wiesengarten sein Unwesen zu treiben. Mit einer Mail von einem uns Räten von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. bisher wissentlich nicht begegneten Ingenieurbüros Karin Brockhoff wurde der Gemeindeverwaltung mitgeteilt: „Der aktuelle, umzusetzende Bebauungsplan weißt 

[so original in der Mail (Anm. der Verfasser)] 

Abweichungen von unserer Planung aus dem Jahr 2008 auf, sodass wir die Kanal- und Genehmigungsplanung anpassen bzw. neu erstellen müssen. Die Vorplanung zum Straßenbau ist durch die Verschiebung der Lage der Verkehrsfläche (Verschiebung Fahrbahnachse) wenn möglich anzupassen, bzw. auch neu aufzustellen.“

Das uns betreuende Planungsbüro und die Verbandsgemeindeverwaltung haben wohl nicht damit gerechnet, dass die gegenüber dem – wegen formaler Fehler gescheiterten – alten Entwurfs 2008 geänderte Straßenführung auch Änderungen in der Kanal- und Genehmigungsplanung notwendig machen könnte. Oder ist der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd etwas eingefallen, was sie in ihrer Stellungnahme zum Bebauungsplan vom 27.02.2018 nicht mitgeteilt hatte? Der vom Ingenieurbüro Brockhoff vorgelegte Zeitplan weckt Freude auf Weihnachten 2019, denn dort ist Baubeginn für die Entwässerung und den Straßenbau schon mit November 2019 in Aussicht gestellt.

Dass jeder Bürger das Recht hat, seine Bedenken und Einsprüche geltend zu machen, ist selbstverständlich. Das ist zeitlich einzuplanen. Dass aber durch Versäumnisse des Planers und der Verbandsgemeindeverwaltung sowie durch nicht nachvollziehbares „Nachtreten“ der SGD Monate und Monate verloren werden, ist für Gau-Heppenheim Aktiv e. V. untragbar.

Wir Räte von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. sind keine Fachleute für die Ausweisung neuer Baugebiete. Wir mussten uns auf die Fachleute verlassen, obwohl wir glaubten, uns ordentlich in die Thematik eingearbeitet zu haben. Wir werden die Entwicklung weiter mit wachem Auge verfolgen und immer wieder Fragen stellen, ob tatsächlich alles bedacht wurde.
Unser Ratsmitglied Heide Schöfer-Paeseler ist Mitglied im Umlegungsausschuss und hat dafür gesorgt, dass auch dort unsere Anliegen deutlich angesprochen und umgesetzt wurden. Trotz aller planerischen Versäumnisse wollen wir unsererseits Alles tun, dass das Baugebiet möglichst bald und zügig bebaut werden kann.

Die Konsequenz von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. kann nur lauten, noch öfter und noch intensiver nachzufragen. Wir werden uns auch nicht mehr durch wahre oder vermeintliche Fristen hetzen lassen. Wie sich leider herausgestellt hat, können unter Zeitdruck Versäumnisse nicht aufgedeckt werden, die dann noch viel mehr Zeit kosten.

Im August 2018 ist der Gemeinderat auf das Angebot eines Grundstückseigentümers eingegangen und hat dessen Grundstücke im Baugebiet ‚Wiesengarten‘ gekauft und wird sie selbst vermarkten. Hierfür werden zwar Zwischenkredite notwendig sein, die Gemeinde hat aber so die Möglichkeit, ihre Grundstücke nach eigenen Prioritäten zu verkaufen. Die Ratsmitglieder Friederike Roll und Gerhard Paeseler von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. haben im Auftrag des Gemeinderates bereits einen Satzungsentwurf zum Verkauf der Grundstücke erarbeitet. Er wird zeitnah dem Gemeinderat zur Diskussion vorgelegt werden.

Weitere erreichte und noch zu erreichende Ziele

Die verantwortungsvolle Nutzung erneuerbare Energien muss heute kein Streitthema wie 2011 mehr sein, denn inzwischen ist das, was Gau-Heppenheim Aktiv e. V. damals im Verbandsgemeinderat erreichte, Standard der Landesregierung: Windenergieanlagen haben einen Mindestabstand von 1000 Metern zu geschlossener Bebauung einzuhalten.

Das Aufräumen der Gemarkung hat die Gemeinde auf Vorschlag von Aktiv-Ratsmitglied Friederike Roll aufgegriffen, und so findet seit 2017 jeweils im Frühjahr ein Dreck-weg-Tag statt. An diesem Tag werden von Bierdosen in Straßengräben bis zu ganzen Tiefkühltruhen am Wegrand viele, manchmal auch unaussprechliche, Funde gemacht, die der Gemeindearbeiter dann sachgerecht entsorgt.

Die bessere Zusammenarbeit der Vereine, Organisationen und Bürger zeigt sich sicher in den Jahresterminplänen und in der Dorfmoderation. Leider war aber 2018 noch kein regelmäßiger runder Tisch für Dorfaktivitäten eingerichtet worden, der vielleicht die Planung für die Kerb leichter gemacht hätte. Zur Vorbereitung der Kerb 2019 tagt jetzt aber regelmäßig der Kerbeausschuss, durch den die anfallen Aufgaben namentlich und unter Terminsetzung verteilt werden. Der Kerbeausschuss ist eine Arbeitsgruppe in dem von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. initiierten Sozial- und Kulturausschuss.

Bleiben die Ortsfinanzen, die wir im Blick zu behalten versprachen. Ende des Jahres 2018 hatte die Gemeinde keine Kredite aufgenommen, allerdings heißt das nicht, dass wir nur ausgeglichene Haushalte hatten. Die Finanzierung erfolgte aber über die Kasse der VG-Verwaltung.

Wichtig war uns, dass einerseits keine teuren Prestigeprojekte begonnen, andererseits aber die notwendigen Mittel zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Erhöhung der Lebensqualität in Gau-Heppenheim bereitgestellt wurden.

Grundsätzlich ist dies gelungen. Allerdings sind die Kosten für die Straßensanierung gegenüber Plan deutlich gestiegen. Die Gründe hierfür haben wir weiter oben erläutert. Eine Gelegenheit zu weiterer Klärung könnte sich bei der Rechnungsprüfung für das Jahr 2018 ergeben.

Positiv in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Wiederkehrenden Beiträge, die jeder Grundstückseigentümer zu zahlen hat, auf dem gleichen Niveau gehalten wurden wie in den vergangenen Jahren.

Aktiv in der GEMEINDE

Unabhängig von der Arbeit im Gemeinderat hat Gau-Heppenheim Aktiv e. V. sich in der Gemeinde entsprechend seiner satzungsmäßigen Ziele engagiert.

Neubürger werden von Vertretern unseres Vereins begrüßt, ihnen wird ein kleines Geschenk überreicht und sie erhalten eine kleine Übersicht über die Ansprechpartner unserer Vereine und Gewerbetreibenden.

Frühlings- und Herbstfeste sowie Konzerte in der Mohrenmühle fanden über die Zeit hinweg leider nicht mehr den erwarteten Zuspruch, und auch der Offene Hof wurde eher verhalten angenommen. Deshalb beteiligten wir uns ab 2017 mit einer Station in der Rekonstruktion der Erzwäsche an der Framersheimer Wingertsheisjewanderung. Der Zuspruch war erfreulich rege, so dass wir in der Lage waren, im Sommer 2018 eine Mitfahrerbank an der Raiffeisenstraße und eine Wellenliege an der Erzwäsche aufzustellen. Letztere wurde nicht zuletzt auch bei der Wingertsheisjewanderung 2018 so intensiv genutzt und gelobt, dass wir über die Anschaffung weiterer Sitzgelegenheiten nachdenken. Den Grundstock hierfür wollen wir durch die Teilnahme an der Wingertsheisjewanderung 2019 legen.

Gau-Heppenheim Aktiv e. V. ist im öffentlichen Ortsleben aktiv präsent. Seine Räte haben im Gemeinderat viele wichtige Themen zur Diskussion gebracht und Entscheidungen herbeigeführt. Sie haben immer zusätzliche Aufgaben übernommen, die dem Gemeinwohl dienen.
Gau-Heppenheim Aktiv e. V. hat die Ziele, die Ihnen, den Wählern, 2014 vorgestellt wurden, in weitem Umfang erreicht. Informieren Sie sich selbst objektiv auf der Internetseite der Gemeinde in den Protokollen der Gemeinderatssitzungen über unseren Beitrag zur Weiterentwicklung von Gau-Heppenheim.

Wichtig war immer die gemeinsame Vorbereitung der Räte von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. und die daraus resultierende Sachkenntnis, Zielorientierung und Einmütigkeit, die dann in den Ratssitzungen zum Tragen kamen.

Aus diesem Grund wird Gau-Heppenheim Aktiv e. V. auch 2019 wieder als eigene Liste zur Gemeinderatswahl antreten.

Die Themen 2019 sind denen von 2014 sehr ähnlich. Dorfmoderation und Dorfentwicklungsplan sind noch nicht abgeschlossen. Wie wir oben erläutert haben, hängen daran viele der von uns 2014 formulierten Ziele. Wir wollen weiter an deren Fortentwicklung und Umsetzung arbeiten und Gau-Heppenheim zunehmend attraktiv machen.

Im neuen Gemeinderat werden wegen der geringeren Einwohnerzahl nur noch 8 Gemeinderäte und der Ortsbürgermeister vertreten sein. Dabei wird die Arbeit nicht abnehmen. Umso wichtiger ist es, dass Bewerber gewählt werden, die sich aktiv in die Gemeinderatsarbeit einbringen. Die vier Ratsmitglieder von Gau-Heppenheim Aktiv e. V. haben das in der ablaufenden Wahlperiode bewiesen.
Alle unsere Bewerber für die Wahl wollen dies auch in der kommenden Wahlperiode tun.   

Mit diesem Versprechen bitten wir 2019 noch verstärkt um Ihre Stimmen. Wir haben seit 2014 aktiv Verantwortung übernommen und möchten das zum Wohl von Gau-Heppenheim und seinen Bürgern auch künftig fortsetzen.